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TKA bauen


·Allgemeines und Hinweise·   ·Schablone erstellen·   ·Platine belichten·   ·dann entwickeln·   ·und ätzten·   ·Kabel dran machen·  



ALLE ANGABEN SIND OHNE GEWÄHR.
ICH ÜBERNEHME KEINE VERANTWORTUNG FÜR EVTL. ENTSTANDENE SCHÄDEN.
DIESE ANLEITUNG IST NUR FÜR FORSCHUNGSZWECKE GEDACHT!
ICH ÜBERNEHME KEINERLEI HAFTUNG FÜR ETWAIGE VERSTÖSSE GEGEN
GELTENDES NATIONALES ODER INTERNATIONALES URHEBERRECHT.


Allgemeines zum Bau eines TKAs

Diese Anleitung zeigt dir, wie man auf einfacher Art und Weise einen TKA (Telefonkarten- Adapter) bauen kann. Mit diesem TKA ist es möglich, die sonst verborgenen, innen liegenden Kontakte von Telekom Kartentelefonen, mit der Außenwelt zu verbinden. Dort kann man dann zu Testzwecken Messgeräte oder andere Applikationen anschließen. Achtung! Dieser TKA funktioniert nur bei den neuen Kartentelefonen der Telekom, bei denen man die Karte im eingestecken Zustand sehen kann und genug Platz ist, die Kabel hinaus zu leiten.



ICH MACHE HIERMIT DARAUF AUFMERKSAM, DASS MESSUNGEN AN EINEM
TELEKOM KARTENTELEFON NUR THEORETISCH DURCHGEFÜHRT WERDEN DÜRFEN.
DER TKA IST ZWAR SO GEBAUT, DASS ER DER ISO 7816 ENTSPRICHT UND SOMIT
MIT EINEM KARTENTELEFON KOMPATIBEL IST, DA ES ABER NICHT GESATTET IST,
MESSUNGEN AN DEN EBEN GENANNTEN KARTENTELEFONEN DURCHZUFÜHREN, IST DAVON
ABZURATEN.


Hier die Liste von Material, die man benötigt, um ein solches TKA zu bauen. Wo man diese Teile bekommt, erfährst du ein Stück weiter unten. Es müssen nicht genau die gleichen Chemikalien zum entwickeln und Ätzen verwendet werden. Ich nenne nur die, die ich benutzt habe. Mit anderen Chemikalien muss man auch mit anderen Entwicklungs- und Ätzprozessen rechnen und darauf achten, dass diese nicht unter oder überschritten werden.

Da es kaum Platinen in Telefonkartengröße gibt, habe ich um die Schablone des TKA einen Rahmen gezogen. Wenn die Platine fertig geätzt ist, dann musst du mit einer Feile bis an den Rand feilen. Den Rand aber NICHT wegfeilen. Ansonsten stimmen die Maße nicht mehr!


Du brauchst Folgendes

Eine Fotobeschichtete Platine (min. 90 x 60 mm / max. 0,8 mm dick)


Layout-Folie


Entwickler für die Fotoplatine


Ätzmittel für die Platine


Ein bis zwei Meter Kabel (6 Adern)


Einen Lötkolben


Ein bißchen dünnes Lötzinn (0,5mm)



Woher bekommt man das alles?

Es gibt mit Sicherheit viele Quellen, bei denen man diese Teile beziehen kann. Ohne Werbung machen zu wollen, kann ich Conrad empfehlen. Dort bekommt man alle oben aufgelisteten Materialien.

Schablone zum Belichten drucken

Als erstes benötigst du eine Schablone, mit der du anschließend die Platine belichten wirst. Am einfachsten ist es, wenn du dir diese hier als GIF downloadest und sie dir auf die Layout-Folie 1:1 ausdruckst. Wichtig ist hierbei, dass die Layout-Folie für deinen Drucker geeignet ist. Es gibt verschiedene Folien (Laserdrucker, Tintenstahldrucker).

Einfach anklicken und großes Bild speichern.

Wichtig ist, dass die schwarzen Stellen LICHTUNDURCHLÄSSIG sind. Deswegen sollte man beim Ausdrucken lieber eine höhere Qualität wählen. Kleinere Fehler kann man mit einem Filz-Schreiber ausbessern. Evtl. kannst du die Schablone jetzt noch ein bißchen zurecht schneiden.

Die Größe des TKA ist sehr wichtig. Deswegen habe ich einen Rahmen um die Schablone gezogen. Nach dem ätzen muss die Platine bis auf diesen Rahmen gefeilt werden. Aber nicht weiter. Der Rahmen muss da bleiben.

Hier mal die Position der Kontakte auf einer Telefonkarte für alle, die selber ein Layout machen wollen.

Platine belichten

Kommen wir nun zum schwierigen Teil. Die Platine muss jetzt belichtet werden. Das geschieht ähnlich wie bei einem Foto. Nur dass der Prozess etwas länger dauert. Das Problem bei der ganzen Sache besteht darin, dass man nicht allgemein sagen kann, wie lange das Belichten dauert. Ich habe eine 35W Hallogenbirne mit einer Entfernung von ca. 20cm 15min. lange an. Dann ist es gut belichtet. Aber das ist alles sehr unterschiedlich. Deswegen musst du so lange testen, bis du die richtige Zeit gefunden hast.

Das Belichten funktioniert am Besten, wenn du die Schablone richtig herum (Schrift lesbar) auf die fotobeschichtete Seite der Platine legst. Natürlich muss vorher die Schutzfolie abgezogen werden. Gut ist, wenn man die Schablone mit einem durchsichtigen Gegenstand beschwert, damit die flach aufliegt. Hier empfiehlt sich ein Oberteil einer CD. Wichtig dabei ist, dass die CD-Hülle keine Kratzer oder Dreckspuren hat, da diese sonst auch auf die Platine "fotografiert" werden.

Platine entwickeln

Zum Entwickeln baucht man erstmal Entwickler. Welchen du nimmst ist nicht so wichtig. Ich nehme immer den mit NaOH. Der ist zwar nicht so umweltfreundlich aber dafür spottbillig. Natürlich kannst du einen anderen nehmen. Du musst nur immer darauf achten, wieviel von dem Zeug ins Wasser muss und wie warm es sein muss. Das steht aber alles auf der Packung.

Wenn die Flüssigkeit fertig ist, kommt die fertig belichtete Platine rein. (Daran denken, dass die Platine immernoch belichtet wird, wenn du damit quer durch die Wohnung rennst!!). Jetzt musst du gut aufpassen, damit du die Platine nicht zu lange baden lässt. Ich empfehle Gummihandschuhe. Mit denen kann man problemlos in die Lauge reinfassen und Platine rausnehmen wenn sie so weit ist. Vorsichtig sein, damit sie nicht zu lange drinne ist. Die Entwicklungszeit richtet sich nach der verwendeten Chemikalie, der Konzentration und der Temperatur. Sie kann zwischen 10 sec. und 3 min. liegen! Dass sie lange genug drinne war erkennt man daran, dass die Leiterbahnen von der Schablone übrig bleiben und der restliche Fotolack verschwindet.

Die Platine jetzt nur noch gut abspülen und dann muss nur noch geätzt werden.

Platine ätzen

Das Ätzen ist relativ einfach. Man kann nicht viel falsch machen. Außer man lässt die Platine zu lange schwimmen. Aber damit das nicht passiert, kann man ja ab und zu mal danach gucken. Die Zeit hängt hier wieder wie beim Entwickeln an der Chemikalie, der Konzentration und der Temperatur. Sie liegt zwischen 15 und 30 min. Vorsicht! Das Ätzmittel kann böse Flecken auf Kleidung usw. hinterlassen.

Nach dem Ätzen nimmst du die Platine wieder mit dem Gummihandschuh aus der Flüssigkeit und spülst sie unter Wasser ab. Jetzt musst du nur noch den Fotolack auf den Leiterbahnen entfernen. Das geht am Besten mit Stahlwolle. Aber feines Schleifpapier tut es auch.

Kabel anschließen und dann ...

Jetzt der leichteste Teil. Du musst ein Kabel anschließen. Dazu nimmst du irgendein 6 adriges Kabel, mit der Länge, die du benötigst. Es eignet sich hier Flachbandkabel. Einfach an die dafür vorgesehen Kontakte des TKA anlöten und fertig.

TKA Version 2 mit Flachbandkabel

Anklicken, um größere Bilder zu sehen!

TKA Version 3 mit Cat 5 Kabel

Das Kabel bleibt am besten am TKA, wenn du es mit Heißkleber fixierst. Dann knickt es bei häufiger Benutzung nicht ab. Die Leiterbahnen auf dem TKA (bis auf die Kontaktstellen) solltest du mit Lack überziehen, damit sie keinen Kurzschluss verursachen. Ganz gut geht Nagellack (bekommt man günstig bei Freundin/Schwester). Es geht aber auch normaler TESA-Film.

Was du jetzt mit dem TKA machst, ist mir egal. Denn ich habe damit NICHTS zu tun. Es ist ganz alleine deine Sache. Nur hier noch eine kleine Hilfe, die mit dem TKA mehr wollen.

Ich finde, man kann mit dieser Belegung sehr viel anfangen. Kontakt 4 und 8 sind bei Telefonkarten nicht belegt, deswegen sind sie auch auf dem TKA nicht zu finden. Interessant ist wohl der Kontakt 7 in dem alle Daten durchfließen. Die Versorgungsspannung beträgt 5 Volt.




Gratulation! Ihr habt es geschafft! Wem diese Anleitung zum Bau eines TKA gefallen hat, der kann ein Kommentar dazu in mein Guestbook setzen oder mir eine E-Mail schreiben.

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